Willkommen im

Zentrum für Salutogenese

Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky hat mit seiner salutogenetischen Fragestellung nach der Entstehung von Gesundheit einen Paradigmenwechsel eingeläutet. Unsere Antwort auf diese Frage ist aus ärztlicher und therapeutischer Perspektive: Gesundheit entsteht in kokreativen Wechselbeziehungen.

In diesen ständigen zirkulären Wechselwirkungen können wir uns gesund entwickeln. Dazu kommunizieren wir unbewusst und bewusst in allen Dimensionen des Lebens möglichst kreativ, um immer wieder und immer mehr Stimmigkeit / Kohärenz mitzugestalten. Diesem Vorgang gesunder Entwicklung dient die Salutogene Kommunikation SalKom® (Ausbildung und Fortbildung und Selbstfürsorge). Sie findet heute schon in vielen Lebensbereichen Anwendung (netzwerken und Blog).

Neben dieser salutogenetisch orientierten Praxis haben wir im Zentrum für Salutogenese seit 2004 in regem interdisziplinären Austausch und vielen Kooperationen auch eine Reihe von theoretischen Ergebnissen erarbeitet (s. neu denken und nachschlagen).

Was bedeutet Salutogenese?

Mit der Wortschöpfung Salutogenese (lat. salus = Gesundheit, Heil, Glück und griech. génesis = Entstehung, Entwicklung) hat der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe und Stressforscher Aaron Antonovsky (1923-1994) in den 70er Jahren die Frage nach der Entstehung von Gesundheit, nach einer gesunden Entwicklung des Menschen in die moderne Wissenschaft gebracht. Der Begriff ist analog und komplementär gebildet zu dem Begriff Pathogenese (griech. páthos = Schmerz, Leid), der die Frage und Lehre der Entstehung von Krankheit bezeichnet.

Als Ergebnis seiner Forschungen fand er einen „Sense of Coherence SOC“, ein Gefühl von und einen Sinn für Kohärenz. Kohärenz bedeutet Stimmigkeit, Zusammenhalt, dynamische Verbundenheit.

„Wie entwickelt sich die Gesundheit von Menschen? Dies ist das Geheimnis, das die salutogenetische Orientierung zu enträtseln versucht.
(Aaron Antonovsky 1997:16)

Salutogenese in der Praxis

Salutogene Kommunikation: Salkom®

Mit der Salutogenen Kommunikation kommt die Kohärenzmotivation zu immer mehr Stimmigkeit in die zwischenmenschlichen Beziehungen. Insbesondere durch gezielte Fragen wird die Selbst- und Kohärenzregulation zum Fühlen, Handeln und Denken angeregt. Grundlagen der Salkom® sind eine systemische Psychologie und eine salutogene Psychodynamik (s.a. „Drei entscheidende Fragen…“  >>>).

Unsere Angebote dienen:
der Selbstfürsorge: eigene attraktive Ziele und Ressourcen sowie einen gelassenen Umgang mit Stressoren finden
der Fortbildung der professionellen Kokreativität: entspannter und kreativer kommunizieren und kooperieren;
der Ausbildung zum/zur salutogenen KommunikatorIn / BeraterIn oder CoachIn / TherapeutIn

Wissen schaffen

Mensch-Sein neu denken

Ein neues Denken beginnt mit einer neuen Fragestellung. Für die Gesundheitswissenschaften, die Medizin eingeschlossen, hat Antonovsky mit der Frage der Salutogenese „Wie entsteht Gesundheit?“ schon eine neue Frage gestellt.
Zunächst unabhängig von Antonovskys Erkenntnissen war der Arzt Theodor Dierk Petzold theoretisch und praktisch der ähnlichen Frage nachgegangen: Wie entwickeln Menschen sich gesund? Diese Fragen führen zu einer neuen Sichtweise auf den Menschen und zu einem neuen Verstehen seiner inneren – auch psychodynamischen und körperlichen Vorgänge – in wechselseitiger Resonanz zu seinen äußeren Beziehungen.
Menschen sind motivierte und aktive MitgestalterInnen ihrer Lebensbezüge in einer mehrdimensionalen sich verändernden Welt. Wie können wir diese Tatsache wissenschaftlich denken?

Dynamische Kreise • Jutta Holz-Nauert • holznau-art.de

intentional verbinden

netzwerken
Beziehungen: Feuer • Jutta Holz-Nauert • holznau-art.de

Hier haben Sie Zugang zu zwei unterschiedlichen Netzwerken:
Dem Netzwerk praktizierender SalKom®-BeraterInnen und Coaches – von uns ausgebildet und zertifiziert.
Einem lockeren informellen Netzwerk zwischen Menschen, Gruppen und Institutionen, die engagiert am Thema Salutogenese arbeiten und sich dazu auch mit uns vernetzt haben. Es wird getragen von der Überzeugung, dass eine Orientierung auf gesunde Entwicklung viele aktuelle Probleme im Gesundheitswesen und der Umwelt lösen kann. Wir sowie einige unserer NetzwerkpartnerInnen wiederum sind Mitglied im Dachverband Salutogenese e.V. (ehemals APAM). Der Dachverband Salutogenese gibt auch die erste Zeitschrift für Salutogenese und anthropologische Medizin heraus: DER MENSCH.

Wissen finden

nachschlagen

Im Laufe unserer langjährigen und vielfältigen Tätigkeiten im Zentrum für Salutogenese ist einiges an Informationsmaterial und kreativen Gedanken zusammengekommen. Dies wollen wir Ihnen hier gerne zur Verfügung stellen. Im Archiv finden Sie die Materialien zu den Symposien sowie die dazu erschienen Veröffentlichungen (Sammelband oder Themenheft DER MENSCH).

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kommunikativ gelassen sein

TSF:Training der Stressregulation

Das TSF ist ein von der Zentralen Prüfstelle Prävention -im Auftrag der Krankenkassen- zertifizierter multimodaler Stressmanagement-Kurs in acht Schritten.

Der Fokus liegt auf dem Erlernen neuer Möglichkeiten, seine bedeutsamen Bedürfnisse und Anliegen wahrzunehmen und erfolgreich zu kommunizieren – eine Anwendung der Salutogenen Kommunikation SalKom®.

Dazu werden Kenntnisse über die gesunde Selbst- und Stimmigkeitsregulation auch in Stresssituationen vermittelt, sowie Wahrnehmungs-, Kommunikations-, Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen angeboten. Der Kurs beginnt mit dem Innehalten und Aussteigen aus alltäglichen, oftmals stressenden Routinen und endet mit konkreten Schritten hin zu mehr Stimmigkeit und Lebensfreude.