Salutogenese-Symposium am 3.-5. Mai 2024 in Passau

 

Weiterentwicklung der Salutogenese?! – Wo stehen wir?

Eine Gruppe von vier engagierten Menschen und Organisationen aus den DACH-Staaten (s.u.) laden herzlich zu einem kokreativen Austausch ein unter der Fragestellung:
Was gibt es Neues zur Weiterentwicklung der Salutogenese – in der Praxis und Theorie?
Das umfangreiche Programm zeigt, wie viele engagierte und aktive Menschen anregend von ihren Erfahrungen, Projekten, Ideen und Visionen zur gesunden Entwicklung berichten wollen und diese zur Diskussion stellen. Das Symposium soll ein Meilenstein werden zu mehr und gemeinsamer Klarheit über:
Welche Aspekte der Salutogenese – praktische und theoretische – möchtest du kultivieren?

Für die Veranstaltung wurden insgesamt 19 Punkte von der Ärztkammer Bayern erteilt!

INFOS

Wann: am ersten Mai-Wochenende vom 3.-5.5.2024
Wo: im Seminarhaus Spectrum-Kirche in Passau
Kosten: Übernachtung, Verpflegung und Tagungspauschale pro Teilnehmenden: im DZ 290 €; im EZ 335 € und für Tages-
Gäste 80 €/Tag oder 160 € für die ganze Tagung.
Seminargebühr für Organisation und anderes: auf Spendenbasis (bei Überweisung ab 30€ ans Zentrum für Salutogenese kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden), ansonsten gern vor Ort in eine Spendenbox
Organisation: Zentrum für Salutogenese: Ansprechpartnerin Beate Holte
Anmeldung per E-Mail an: info@salutogenese-zentrum.de
Anmeldeschluß: Montag, 8. April 24 (bei begrenzter TeilnehmerInnenzahl)

Mit herzlichem Gruß und Vorfreude auf einen ergiebigen kokreativen Austausch

Elfriede Zörner, Präsidentin der ÖGL Österr. Ges. f. Lebensberatung (A),
Dr. med. Michael Deppeler, Leiter von dialog-gesundheit – xunds grauholz (CH),
Dipl. – Psych. Petra Keiten, Coaching und Prozessbegleitung (D)
Dr. med. Theodor Dierk Petzold, Arzt, Leiter Zentrum für Salutogenese (D)

ABSTRACTS DER VORTRAGENDEN

Positive Health – Ein disziplinübergreifender Ansatz zur Förderung von Gesundheit

(Handout hier!)   In der Alltagspraxis fokussieren sich Hilfesuchende und Helfende häufig auf Beschwerden und Einschränkungen, die es zu beseitigen gilt. Der Ansatz der Salutogenese geht davon aus, dass Menschen selten nur gesund oder nur krank sind und dass es vor allem bei chronischen Problemlagen lohnend ist, Ressourcen und gesundheitsfördendes Eigenmanagement der Betroffenen zu stärken. Zentrale Voraussetzung dafür ist es, deren Selbsteinschätzung wahr- und ernst zu nehmen.

Niederländische Forscher vom Institute for Positive Health haben mit Vertreter:innen der relavanten Steakholder (Patient:innnen, Hilfeleistende unterschiedlicher Berufe, Krankenkassenvertreter:innen, Forscher:innen sowie Politiker:innen) 6 positiv definierte Gesundheitsdimensionen herausgearbeitet, die – in unterschiedlichem Ausmaß – immer versorgungsrelevant sind und für die sich ein strukturiertes Assessment in der hausärztlichen Sprechstunde bewährt hat. In den Niederlanden wird das Konzept „Positive Health“ im primärärztlichen Bereich breit und erfolgreich praktiziert und strahlt zunehmend auf andere Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens aus. Bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass „Positive Health“ ein ressourcensparendes und maßgeschneidertes Vorgehen darstellt, das Zufriedenheit und Wohlbefinden aller Beteiligten fördert.

Der Workshop führt in die Leitgedanken von „Positive Health“ ein und stellt ein Verfahren vor, das  die Visualisierung der Sicht der Betroffenen auf die eigene Gesundheit erlaubt, Ressourcen erkennbar werden lässt und als Grundlage für ein Gespräch in salutogener Orientierung geeignet ist. Dies ermöglicht einen personenzentrierten zielorientierten Dialog und soll im Workshop in parallelen Kleingruppen praktisch erfahrbar gemacht werden.

Zielgruppe

Alle an gesunder Entwicklung Interessierten

Didaktische Methode

Einführendes Referat, Selbsterfahrung, Rollenspiel, Klein- und Großgruppendiskussionen

Ziele

Kennenlernen von Konzept und Tool und Anwendungserfahrungen, Diskussion und Austausch untereinander, Überlegungen zur Umsetzung im Tätigkeitsfeld der Teilnehmenden und Möglichkeiten der Unterstützung

Geschätzte Anzahl Teilnehmer:innen: 20

Kurzvorstellung der Workshop-Leiter:innen

Angela Smith ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, U-Health Trainerin und Mitarbeiterin bei GESUNDHEIT AKTIV e. V.  sowie Vorstandsmitglied von Positive Gesundheit Deutschland e. V.

Dr. Ottomar Bahrs ist Medizinsoziologe, Sprecher des Dachverbands Salutogenese und Lehrbeauftragter für Salutogenese an der Hochschule Fulda sowie freier Mitarbeiter am Institut für Allgemeinmedizin Düsseldorf

Dr. Ottomar Bahrs

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Angela Smith

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Theresia Binder

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Entwicklung der Salutogenese in der Selbsthilfe – bei eigener Betroffenheit:


1. Suche nach neuen Ansätzen in der Gesundheitsprävention
1995 Fazit meiner Diplomarbeit: Durch eine kritischen Sozialarbeit, die sich ihrer
Geschichte, Motive, Ziele und Funktion/Fähigkeit bewusst ist, kann eine
Beziehung zu den Klienten hergestellt werden, die „Hilfe zur Selbsthilfe“
unterstützen kann. Eine soziale Arbeit reflektierend auf Augenhöhe!
Entwicklung eigener Konzepte mit kulturpädagogischem Ansatz in der
Jugendarbeit; Auseinandersetzung mit ihren Träumen „Lebe was du bist“
2. Das Salutogenese Konzept in der Selbsthilfe
2005 Referentin für „Selbsthilfe erleben“ im Clarimedishaus der AOK-Rheinland/
Hamburg darüber im Netzwerk-Gesundheitsbildung Köln vertreten.
Weiterbildung „Selbstmanagement zwischen Gesundheit und Krankheit“
Das Salutogenese Konzept wird von Dr. Maibritt Witte präsentiert.
Referentin in der Selbsthilfe und bei der Landestagung „Frauenselbsthilfe nach
Krebs“ 2014 sowie Kompetent-Seminare für Aktive der SH-Gruppen
3. Das Salutogenese Konzept in der sozialen Arbeit
2007 „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben“ unter diesem Motto wird die
Klangwerkstatt von Aktion Mensch gefördert und über das DRK-Köln in einem
Generationenprojekt als Weiterbildung umgesetzt.
Darüber entstand eine Studie mit dem sozialen Dienst in einem Seniorenstift
zur Anwendung der Klangschalen für schwer bettlägerige Menschen. In der
Konzeptentwicklung für einen Weiterbildungszyklus wird das Salutogenese
Konzept als Bewältigungsstrategie verankert.
Bis heute Referentin in Bildungseinrichtungen und Seniorenzentren
4. Das Salutogenese Konzept in der eigenen Betroffenheit
2023 Eine schwere Erkrankung kann schneller und tiefgründiger überwunden
werden, da die Erfahrungen und Erkenntnisse zunächst unbewusst, dann
reflektierend in das Salutogenese Konzept eingeordnet werden! Die Ärzte,
Trauma- und Krebsberatung sind über den positiven Verlauf erstaunt.
„Keiner bleibt trockenen Fußes am Ufer stehen – Stress, Störungen, Krankheit gehören
zum Leben dazu. Schwimmen lernen! Menschen müssen sich immer wieder an die
Widrigkeiten des Lebens anpassen.“ (AOK-Rheinland) Regelmäßig angewandte Methoden aus der Selbsthilfe zur Umsetzung in die
Praxis und in den Alltag.
Diese Methoden stärken das Kohärenzgefühl und können bei ungeahnten
Herausforderungen wie ein Anker wirken, da sie sich sinnhaft und natürlich in
uns entfalten.
1. Zielsetzung (Zeitpunkt festlegen, umsetzen und überprüfen)
2. Meditation (Atem lenken / inneren Beobachter schulen)
3. Entspannung mit Klangschalen / in der Natur (Regeneration / Vision)
4. Kreative Impulse (für sich selbst / Projekte bis hin zu „Lebe deine Träume“)
5. Ordnungsprinzip (Tagesstruktur / Prioritäten setzen, dabei flexibel bleiben)
6. Vernetzung (Beratungsstellen / Selbsthilfe / Fachkräfte / Freundeskreis)
7. Reflexion (Spürbewusstsein schulen / aktuell Positionieren)
Das Leben ist wie eine Spirale –
Alles beginnt auf immer neuen Ebenen!Hamburg 2005)

Wie geht eine salutogene Gesundheitsregion?

„Zu wissen, dass Veränderung möglich ist, und der Wunsch, Veränderungen vorzunehmen, dies sind zwei große erste Schritte.“

Virginia Satir, (1916 – 1988)

(Handout hier!)
Das Gesundheitswesen scheint in einer Sackgasse zu sein. Es ist zunehmend fragmentiert, spezialisiert, ökonomisiert und auf Krankheit fokussiert. Dabei gehen die Menschen vergessen, nicht nur Betroffene, sondern auch die Profis. Wir erfahren nicht nur einen Fachkräftemangel, sondern immer mehr auch eine Sinnkrise.

Was tun?

Wenn wir unsere Sehnsucht wiederentdecken, warum wir uns für die Medizin entschieden, so entstehen aus (alten) Träumen (neue) Visionen, die uns nach den Sternen greifen lassen. Seit 25 Jahren sind wir im Norden von Bern auf dem Weg zu neuen Horizonten.

Der Vortrag erzählt davon, wie ausgehend von einer Frage «alles begann»…

Brauchen wir in 10 Jahren noch HausärztInnen?

Aus der Kraft der einen Frage entwickelte sich ein Dialog auf Augenhöhe zwischen dem Patienten als Spezialisten seines Krankseins – und Gesundwerdens – sowie den Profis als SpezialistInnen in Krankheiten und deren Behandlung/Heilung.

Wir erlebten auf diesem Weg der Ermutigung (Empowerment), wie mit der Zeit vielleicht wirklich soziale und politische Veränderungen möglich sind und werden. Dies in einer Region, die klein genug ist, dass «mensch» sich noch kennt, um eine beziehungsorientierte Grundversorgung zu erleben, und groß genug, damit auch ein Wissen schaffendes Arbeiten möglich ist. In Ergänzung und Erweiterung des nie ganz gelebten und immer wieder in Vergessenheit geratenen biopsychosozialen Denken lernten wir neue Modelle kennen, sei das die Salutogenese, aber auch das Meikirch Modell (Prof. J. Bircher) oder positive health.

Auf dieser Grundlage orientiert sich die Initiative «xunds-grauholz».

Ich berichte über Erfolge und Stolpersteine, Chancen und Nebenwirkungen.

„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.

Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren.

Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.“

Virginia Satir, (1916 – 1988)

Michael Deppeler, Hausarzt, Zollikofen, www.salutomed.ch

Dr. Michael Deppeler

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Barbara Doss

Diskussionsrunde (Fokusgruppe), Workshop

(Handout hier!) Die Salutogenese, eine Wortschöpfung A. Antonovkys – genauer, mit Unterstützung seiner Frau Helen – ist die große Überschrift, der sprichwörtliche Schirm, der „salutogenic umbrella“ (vgl. Eriksson, 2017) über verschiedenste Strömungen und Inhalte der Gesundheitsförderung.

Zudem ist die Salutogenese ist ein theoretisches Modell der Medizinsoziologie, das in die Praxis übersetzt wird und entsprechend adaptiert werden muss.

In einer Diskussionsrunde, zu der mit und in der Salutogenese Tätige eingeladen sind, soll der Frage nachgegangen werden, wie Salutogenese beinahe 45 Jahre nach ihrer Begründung von Professionist:innen ge- und erlebt wird; wie sie in der Praxis verstanden und gehandhabt und als Konzept mit Sinn erfüllt wird.

Zu meinem Hintergrund: ich habe meinen Master in den Gesundheitswissenschaften in Österreich absolviert und im Zuge dessen erforscht, wie multidisziplinäre Therapeut:innen die Salutogenese in ihre Praxis übersetzen, sie verstehen und wie sie sinnvolle Gesundheitsförderung erleben.

Diese Arbeit wurde in Der MENSCH 59 (2019) veröffentlicht.

Nun wäre ich unheimlich neugierig, ob sich unter Professionist:innen, die mit dem Konzept der Salutogenese arbeiten, ähnliche oder ganz andere Deutungsprozesse abspielen.

Die Diskussionsteilnehmenden würden selbstverständlich darüber aufgeklärt, dass es die Absicht gibt, die Diskussion mittels Diskursanalyse auszuwerten.

Arbeit – Ein Baustein für Körperliche und seelische Gesundheit

Immer wieder stellt sich die Frage: wie wichtig ist Arbeit?

Wir kennen Bemerkungen dazu, wie: „Kann das jetzt alles sein. Morgens aufstehen, arbeiten, abends müde ins Bett. Wieder aufstehen ….“

Mit unserer Arbeit verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens. Woher kommt diese Unzufriedenheit? Machen wir uns zu wenig Gedanken über die Sinnhaftigkeit
unserer Arbeit? Wie intensiv haben wir über unsere Stärken und Vorlieben
nachgedacht, bevor wir eine Berufswahl getroffen haben.

Oft noch wird ein Beruf erlernt, der vernünftig scheint, oder aus Gründen der
familiären Nachfolge (eine Pflicht der vorherigen Generation zuliebe), oder einfach
um Geld zu verdienen.

In unserer beraterischen Tätigkeit kann es wichtig sein, einen Blick auf diese
Komponente für geistig seelische Gesundheit zu werfen.

Dazu kann eine wirksame Methode angewandt werden, um nach der
Bewusstmachung eines Ist-Standes einen Veränderungsprozess nachhaltig und
ergebnisorientiert zu gestalten.

Die U – Theorie nach C.Otto Scharmer

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Presencing ist eine relevante Sinnesqualität, die wir im U Prozess entwickeln:
Presence = Präsenz und Sensing = Spüren
„Mit der Kernkompetenz „Presencing“ können wir in der Gegenwart die beste
Zukunftsmöglichkeit spüren und diese in die Realität überführen in Form von Ideen
und unmittelbaren Handlungsimpulsen, dem sogenannten „Prototyping“. Das
bedeutet von unserem neuen „inneren Ort“ heraus zu handeln. Dieser Ort der
natürlichen Intelligenz ist verbunden mit einem Bewusstsein über unser Potenzial
höchster Veränderungsmöglichkeiten.“
(C. Otto Scharmer)

Ziel ist es, von einer möglichen Unzufriedenheit im Lebensbereich `Arbeit´ in eine
inspirierende, sinngebende und motivierende Tätigkeit zu gelangen.
Dies führt zu einer lebendbejahenden Einstellung, die sich auf andere
Lebensbereiche auswirken kann und somit zu körperlich, geistig-seelischen
Gesundheit.

Anhand eines praktischen Beispiels wird die Methodik der U – Theorie
veranschaulicht.

Es handelt sich um die Idee der „Gründung eines integrativen Kultur Cafés“.

Hier soll es Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geben. Im Miteinander in
einem Team von Fachkräften des 1. Arbeitsmarktes und Menschen mit Behinderung,
die in ihrer Arbeit begleitet sind, sollen Hemmungen abgebaut werden. Das
miteinander arbeiten zur alltäglichen Selbstverständlichkeit werden.

Auch die Besucher des Cafés können daraus einen entspannten Umgang erleben.

Außerdem möchte das Café Plattform von Kulturprojekten werden. Durch Lesungen,
Vernissagen, Konzerten von Menschen mit und ohne Behinderung.

Ziel des Projektes ist es ein Team zu gestalten, das Freude an der Tätigkeit an sich
hat. Motiviert ist, sich gegenseitig zu unterstützen, Anerkennung zu erleben und
damit ein Gefühl von Stolz zu entwickeln, einen positiven wie auch wichtigen Beitrag
im gesellschaftlichen Miteinander (durch Vorbildcharakter) zu leisten.

Michaela Grafenberger

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Beate Hablitzel

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1. (Fr, 03.05.) Salutogenese im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Handout hier 

„Mit Resilienz das Immunsystem stärken“ und „Stress – mein Kooperationspartner“ sind Themen, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement interessieren und sind sowohl für Auftakt-Vorträge oder Kick-Off zu Gesundheitstagen, als auch als Halbtages-Seminare angefragen.

Das ist eine Chance die Salutogenese, Kohärenz und die Stressregulation mit den drei neuromotivationalen Systemen zur Sprache zu bringen und die Zusammenhänge mit Resilienz und Stress-Regulation deutlich zu machen. 

Mit „Erlebnis-Vorträgen“ kann man die Zuhörer ins Fühlen und Handeln bringen und damit neben dem Denken neue Ebenen öffnen und Salutogenese erfahrbar machen.

Das geschieht durch Imaginations-Übungen, kurze bewußte Atempausen oder Seiten-Dialoge, die die Zuhörer*innen aktiv einbeziehen und einen selbsterfahrenen Wahrnehmungs- und Erkenntnisgewinn gewährleisten.

Dipl.-Psychologin Beate Hablitzel möchte die „Erlebnis-Vorträge“ vorstellen und zur Diskussion und Erfahrungsaustausch anregen.

2. (Sa, 04.05.) Saluta Eli – Frau Sein

Was wäre, wenn Frauen trotz ihrer Krebserkrankung zurück ins Vertrauen kämen?

Wenn sie diesen Einschnitt in ihr Leben integrieren und Neues daraus entsteht?

Deutschland ist eines der führenden Länder in der medizinischen Brustkrebstherapie auf dem höchsten Stand der Wissenschaft und auch in der gynäkologischen Nachsorge werden die Frauen professionell und engmaschig begleitet.

Dennoch nehmen daraus entstehende Folgeerkrankungen, Depressionen und gestörte Beziehungen zu.

Woran könnte das liegen?

Kann es daran liegen, dass der Hauptaugenmerk auf der physischen Ebene liegt und die psychischen, sozialen, seelischen Ebenen der Frau weniger Beachtung finden?

Die Ängste, der Schock der Krebsdiagnose, die Scham, die oft veränderte Körperlichkeit, und die Angst vor einem Wiederkehren des Krebses sind meist groß und viele Fragen entstehen:

Wie gehe ich mit der Diagnose um?

Wohin mit den Ängsten, der Unsicherheit, dem veränderten Körpergefühl, der Scham?

Diese allgemeine Verunsicherung manifestiert sich nicht nur bei den Frauen selbst, sondern wirkt sich auch auf Partnerschaft, Familie und Umfeld aus.

Das kann zusätzlich Stress bedeuten.

Um wieder auf sicheren Boden, ins Vertrauen, zu sich selbst zu finden und wieder Selbstwirksamkeit zu spüren, ist es wichtig, auch den Gefühlen Raum zu geben und sie anzusehen, dass Körper, Psyche und Seele heilen können. 

Das meinen wir mit ganzheitlichem Gesunden.

Wie kann es gelingen, wieder ins Vertrauen zu sich selbst und ins Leben zu kommen?

Es braucht Zeit und Raum.

  • Zeit für heilsame Kommunikation auf Basis der Salutogenen Kommunikation – Salkom®, nach Theodor D. Petzold
  • Und Zeit für Verbundenheit nach der Polyvagaltheorie, die Wissenschaft der Verbundenheit – nach Stephen W. Porges
  • Und einen Raum der Sicherheit, Wertschätzung, gegenseitigen Akzeptanz und Zugehörigkeit.
  • Raum für Achtsamkeitsübungen, Meditationen, Austausch und Perspektivwechsel.

Diese Aspekte sind für eine nachhaltige Gesundung wichtig.

Was macht „Saluta Eli – Frau Sein“ besonders?

  1. Der salutogene Ansatz, also den Fokus auf die gesunden Anteile (Aaron Antonowsky) – ein Perspektivwechsel
  2. Die Kombination aus Kommunikation, Achtsamkeitsübungen Meditation und Theorie – „für jede ist in jedem Modul ihres dabei“
  3. Die salutogene Stress/ Stimmigkeitsregulation und heilsame Kommunikation (nach Theodor Petzold) – „was ist gesund?“
  4. Verbundenheit und Kraft durch die Gruppe (Martin Seligmann – positive Psychologie und St. Porges – Polyvagaltheorie)
  5. Zeit über 6 Monate für nachhaltige Entwicklung und Festigung des Erfahrenen und Erlebten, und damit die Möglichkeit es zu integrieren

Beate Hablitzel, Diplom-Psychologin
Zertifizierte Kursleiterin Training der Stressregulationsfähigkeit TSF
Beraterin für Salutogene Kommunikation (SalKom®)
Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

(Handout hier!)
Achtsamkeit, eine Praxis der bewussten Aufmerksamkeit und Akzeptanz gegenüber dem gegenwärtigen Moment, hat in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen.
Doch warum interessiert sich die breite Gesellschaft immer mehr für dieses Thema?
In einer Welt, die von unvorhersehbaren Herausforderungen und globalen Krisen geprägt ist, ermöglicht Achtsamkeit Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und erhöht die Selbstwirksamkeit, indem sie die Fähigkeit zur Stressbewältigung und zur Lösung komplexer Probleme stärkt.
Neurowissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Achtsamkeitspraxis durch neuroplastische Veränderungen im Gehirn, die Selbst- und Emotionsregulation und das allgemeine Wohlbefinden verbessern sowie Stress reduzieren kann. Die Integration von Achtsamkeit im Arbeitsumfeld und im Bildungssystem könnte dazu beitragen, eine nachhaltige, resilientere Zukunft zu gestalten. Das Wohlbefinden und die seelische Gesundheit der Menschen stehen dabei im Mittelpunkt.
Achtsamkeit und Neurowissenschaften könnten somit eine vielversprechende Brücke zur Bewältigung von Herausforderungen unserer Gesellschaft und zukünftigen Generationen sein.
Wie können wir das Wissen rund um Achtsamkeit in allen Bildungs- und Altersschichten weiter vermitteln, sodass wir in Zeiten von Krisen Resilienz fördern?

Achtsamkeitsübungen für das psychische Wohlbefinden in einer krisenhaften Welt (praktische Übung)

Achtsamkeit ist die Praxis der bewussten Aufmerksamkeit und Akzeptanz gegenüber dem gegenwärtigen Moment.
Unser Gehirn arbeitet bei der Informationsverarbeitung im Autopilotenmodus und
(re)konstruiert unsere subjektive Realität anhand interner Muster. Je öfter diese Muster
verwendet werden, desto stabiler sind sie.
Durch Achtsamkeitstraining können wir die sinnliche Wahrnehmung, ohne Interpretation steigern und aus den alten, gewohnten reaktiven Verhaltensweisen heraustreten und in einen anpassungsfähigen, resilienten Modus wechseln. Die Veränderung des Blickwinkels durch Achtsamkeitsübungen ist ein wichtiger Aspekt für das psychische Wohlbefinden und Selbstfürsorge.
Achtsamkeitsübungen, wie Meditation und Atemtechniken, ermöglichen es Menschen, sich bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und ihre Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen ohne Urteil zu beobachten. Dies kann dazu beitragen, negative Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern, indem es eine neue Perspektive auf Herausforderungen und Stresssituationen eröffnet.

In dieser praktischen Übung widmen wir uns verschiedenen Achtsamkeitsübungen und
tauchen in unsere sinnliche Wahrnehmung ein, um die Welt und uns selbst auf eine
gesündere und erfüllende Weise wahrzunehmen.

Eva Hübler, MSc, BEd
+43677 640 787 80
www.evahuebler.com

Karim Hegazy, MA, BA
+43677 648 606 00
www.karim-hegazy.at

Eva Hübler

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Karim Hegazy

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Petra Keiten

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Mit LEGO® SERIOUS PLAY® vom „Mitarbeitergespräch“ zum „Dialog" – Ein Erfahrungsbericht

Wenn die Zufriedenheit mit Mitarbeitergesprächen, die Lust auf diese jährlichen Gespräche sowohl bei MitarbeiterInnen als auch bei Führungskräften sinkt und sie oft nur noch „pro forma“ (the same procedure as every year…) durchgeführt werden – dann ist es Zeit etwas zu verändern. Sagte ein Unternehmen und machte sich auf den Weg zu neuen Lösungen.

In diesem Bericht wird der Weg zum „Dialog“ vom März bis Dezember 2023 und die tragende Rolle der Methode LEGO® SERIOUS PLAY® beschrieben.

Gestartet wurde mit dem LEGO® SERIOUS PLAY® Workshop – einem kokreativen Prozess um:

  • das volle Potential aller Teilnehmer für neue Lösungen zu nutzen,

  • komplexes (be)greifbar zu machen,

  • ein gemeinsames Verständnis und eine neue gemeinsame Sprache für das Thema entstehen zu lassen,

  • neue Lösungen zu visionieren, zu explorieren und zu gestalten und

  • einen Prototyping-Ansatz zu finden, statt nach der perfekten Lösung zu suchen.

Durch den Aufbau des Workshops konnte sehr schnell eine kokreative Kommunikation im Flow entstehen.

Was alles mit dem Flow im Laufe der Zeit passierte und welche Veränderungen die TeilnehmerInnen dabei wahrgenommen haben wird auch Thema des Berichtes sein.

Zukunftswerkstatt Salutogenese – das Gemeinsame entstehen lassen

Einlassen auf den gegenwärtigen Moment – Eintauchen in einen gemeinsamen intentionalen Resonanzraum – Visionen (neu) definieren/ahnen – Weiterentwicklung anregen – Gestalten aus dem JETZT, Einlassen in Unbekanntes.

Kokreativen Meditations- und Visionsübung – wo immer es uns auch hintragen möchte. 1-2 h Dauer.

Sandra A. Kunz
vom Zentrum für Salutogenese Süd
Heilpraktikerin, Gesundheitspädagogin (GPA)
SalKom®-Therapeutin und Ausbilderin

Sandra A. Kunz

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Veronika Langguth

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Nach Zeiten der Berührungslosigkeit: Das neue Miteinander- Sein – Wie können wir zu einer salutogenen Kommunikation ohne Angst kommen?

(Handout hier!) Bedingt durch die Vorgaben von Abstandsregeln in Zeiten von Corona haben auch heutzutage nach Lockerung und Aufhebung dieser Regulierungen zwangsläufig viele von uns immer noch Unsicherheiten, mit Nähe und Distanz umzugehen. Was vor der Pandemie eine Selbstverständlichkeit war – von individuellen Ausnahmen abgesehen – wurde während und nach dieser mal mehr eingeschränkt, mal mehr gelockert. Verunsicherung und Unsicherheit waren die Folge.

In all dem schwang die Angst mit, sich anzustecken, krank zu werden, wenn der, die andere, „Fremde“, „Unheimliche“ uns zu nahe kam, wenn wir dem, der anderen zu nahe kamen. Hiervon sind auch heute noch mehr oder weniger dementsprechende Verhaltensweisen geblieben.

Wie finden wir (wieder) zu einem gesunden, salutogenen Abstand zueinander? Wie kommen wir mit Wohlgefühl in Kontakt, in Berührung? Wie definieren wir heute persönliche Distanz und Nähe und bauen eigene Regeln auf, die für uns stimmen, gesund sind?

Denken wir an das Händeschütteln oder Distanz und Nähe in der Warteschlange an der Kasse eines Supermarktes.

Es geht es darum, in der täglichen Kommunikation wieder neu Selbst- vertrauen und Fremd- vertrauen zu entwickeln. Hier bietet sich uns die Chance des Neubeginns – des Neubesinnens und Neubestimmens.

All die hieraus entstehenden Fragen sollen erörtert und mit eigenen Erfahrungen angereichert werden. Erwünscht ist ein Ausprobieren in angstfreiem Feld. Hierbei biete ich an, dass wir insbesondere auf unsere Atembewegung in Verbindung mit Wohlgefühl oder Unwohlsein achten und mittels spezieller Atemübungen aus dem „Erfahrbaren Atem nach Prof. Ilse Middendorf®“ spüren lernen, wie wir uns sowohl neue persönliche Wohfühlzonen als auch Schutzzonen aufbauen können.

Ich freue mich auf einen lebendigen und in jeder Hinsicht bereichernden salutogenen Austausch!

Kinderbesprechungen - salutogenetische Unterstützung in der Schule (KiTa)

(Handout hier!)  Im schulischen Alltag fallen dem aufmerksamen Pädagogen hin und wieder Kinder auf, die Hinweise auf psychische oder auch somatische Irritationen zeigen.  Wie kann man solch einem Kind helfen? Welche Maßnahmen bieten sich in welcher Reihenfolge an? Wie kann man zu einer adäquaten Unterstützung finden? Mit der Methode der Kinderbesprechung bietet sich ein Zugang.

Kirsten Müller

Dr. med. Theodor Dierk Petzold

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Ein integratives Gesundheitsmodell

(Handout hier!)  Das Gesundheitswesen braucht eine grundlegend salutogenetische Orientierung, um seine vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben von Gesundheitsförderung, Primär- bis Tertiär-Prävention, Therapie und Sterbebegleitung nachhaltig zu erfüllen. Die bisherigen Modelle wie das Biopsychosoziale Modell oder das SAR Systemische Anforderungs-Ressourcen-Modell bringen zwar wichtige Aspekte ein, aber erfüllen diese Aufgaben m.E. nicht.

Das integrative Gesundheitsmodell ist konsequent salutogenetisch orientiert. Das bedeutet, dass es davon ausgeht, dass Menschen im Kern ihres Lebens, wie in ihrer gesunden Selbstregulation, nach Kohärenz im Inneren und in ihren Außenbeziehungen streben. Das bedeutet auch, dass sie zur gesunden Entwicklung nicht nur reagieren und resilient gegen stressende Bedingungen sein sollen, sondern primär ihre mehrdimensionale Umwelt ‚kokreaktiv‘ zum guten Leben mitgestalten.

Grundlegende Bestandteile dieses integrativen Gesundheitsmodells sind

A) ein systemisches Modell von Lebensdimensionen in Wechselwirkungen mit den Menschen,

B) ein kommunikatives Selbstregulationsmodell mit der zentralen attraktiven Information der Kohärenz als Attraktor („Attraktiva“) und drei Grundfähigkeiten zur ständigen rekursiven Annäherung an die Kohärenz innen und außen, und

C) drei Grundmotivationen mit neuro-motivationalen Systemen zur kooperativen Annäherung an Kohärenz wie Ganzheit.

Aus dem integrativen Gesundheitsmodell ergeben sich praktische Konsequenzen zur Anregung der gesunden und kooperativen Selbstregulation in unterschiedlichen Settings in den Lebensdimensionen: z. B. die Stärkung von Grundfähigkeiten wie Wahrnehmung, Handeln und Lernen, eine erfolgreiche und achtsame Bedürfniskommunikation und eine jeweils zum Setting passende kokreativ kooperative Kommunikation.

Salutogene Kommunikation als Teil der Lehrer*innenbildung

Eine salutogene Haltung und Kommunikation ist auch im pädagogischen Kontext von großer Relevanz. (Angehende) Lehrpersonen sind gefordert, die ihnen anvertrauten Kinder in ihrer Entwicklung so zu begleiten, dass sie eine gesunde Lebensorientierung und Kohärenz ausbilden können. Einen wesentlichen Beitrag leistet hierbei die verbale Kommunikation, die die Kooperation mit den Kindern fördern und damit Lernen ermöglichen kann.

Im Beitrag werden Überlegungen dargestellt, wie das Modell der Salutogenese vermehrt in die LehrerInnenbildung Eingang finden kann und warum eine salutogene Kommunikation v.a. im Kontext von Sprachlicher Bildung und Sprachförderung zentral ist. Dabei werden sowohl theoretische Überlegungen in Verbindung mit aktuellen Konzepten der (Zweit-)Spracherwerbsforschung als auch praktische Erfahrungen aus Projekten an der Pädagogischen Hochschule Steiermark Thema sein.

Dr. Daniela Rotter

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Maria Sailer

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Erfahrungen aus der Praxis mit Migrant:innen in der Pflegeausbildung – Salutogene Kommunikation (SalKom®) als Unterrichtsmodell in Ethik/Religion

Seit fünf Jahren unterrichte ich erwachsene Migrant:innen im Fach Religion/Ethik an der Akademie für Gesundheit und Soziales gGmbH in Sigmaringen. Die erwachsenen Schüler:innen kommen aus der ganzen Welt und lernen dort den Beruf Altenpflegehilfe und die deutsche Sprache. Die Ausbildung geht zwei Jahre.

Die SalKom®-Methode hat mich bewogen und inspiriert einen „untypischen Unterricht“ zu versuchen.

Mein Ziel ist es, eine gute Basis zu schaffen für einen offenen und friedvollen interkulturellen und interreligiösen Dialog mit gegenseitiger Wertschätzung:

  • Die eigenen Erfahrungen, Probleme, und auch Erfolge der Schüler:innen bekommen Priorität

  • Thematische Inhalte werden mit eigenem Erleben bereichert

  • Die Verantwortung für den Unterricht tragen alle

  • Situative Flexibilität und Diskretion

  • die (leider notwendige) Notengebung findet gemeinsam mit den Schüler:innen statt.

  • Immer wieder stellen wir uns die Frage, was uns verbindet in unserer Vielfalt

  • uvm.

Gerne teile ich mit euch meine Erfahrungen und komme mit euch auf kokreative Weise ins Gespräch.

Maria Sailer

Dipl.Theol., SalKom®-Coach/Therapeutin

Zentrum für Salutogenese-Süd in Passau

U-Health: Gesundheit in Selbstorganisation

U-Health ist ein durch GESUNDHEIT AKTIV e.V. neu entwickeltes Gesundheitscoaching. Es handelt sich dabei um ein Konzept, auf dessen Grundlage Menschen durch fünf Prozessschritte gehen und sich selber und gegenseitig dazu befähigen, ihre Gesundheit dialogisch weiter zu entwickeln. Das Konzept wird durch Trainerinnen vermittelt, lebt aber von der Verständigung untereinander und fördert die Selbstorganisation. Wesentliches methodisches Mittel dazu ist das Zwiegespräch zwischen den Teilnehmer:innen bzw. der sog. Kontemplative Dialog.

Die fünf Prozessschritte Innehalten, Begegnen, Zentrieren, Empfangen und Umsetzen unterstützen die Teilnehmenden zunächst ihre Wahrnehmung neu und bewusst gestalten zu lernen. Sie begegnen dabei ihrer Umwelt, ihrer sozialen Mitwelt, schließlich sich selber und versetzen sich so in die Situation ihre Potenziale neu erkennen zu können. Im Mittelpunkt steht dabei ein Perspektivwechsel mit dem Loslassen von belastenden Gewohnheiten, Situationen oder Glaubenssätzen. Schließlich üben die Teilnehmer*innen aktiv, ihren Potenzialen zu begegnen. Sie erkennen und aktivieren Ressourcen, mit denen sie ihre Gesundheit in Zukunft stärken können und entwickeln konkrete Schritte, um diese zu gestalten.

U-Health kann in verschiedenen Konstellationen und für verschiedene Zielgruppen eingesetzt werden. Sowohl zur Stressprävention, als auch in der Sekundärprävention bei Menschen mit Langzeiterkrankungen ist das Konzept einsetzbar. Im Kurzseminar werden die Prozessschritte durchgegangen und exemplarisch vollzogen.

Angela Smith

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Markus Übelhör

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Achtsamkeitsmeditation

(Handout hier!)

Die Idee, Salutogenese und Achtsamkeit zusammen zu bringen, ist in einem Seminar im Zentrum für Salutogenese in Bad Gandersheim entstanden: Die Ebenen der Achtsamkeit Körper, Gefühle, Gedanken und Dharma entsprechen im Grunde den Lebensdimensionen mit denen wir in der salutogenen Kommunikation arbeiten: In der körperlichen Lebensdimension sind es Körperempfindungen, die uns helfen Stimmigkeit herzustellen. In der sozialen Lebensdimensionen sind es die Gefühle, in der kulturellen Lebensdimension sind es kognitive Prozesse, also Gedanken und in der spirituellen Lebensdimension sind es unsere Vorstellungen von Spiritualität, die uns Stimmigkeit bringen.

Achtsames Wahrnehmen spielt eine zentrale Rolle in der Stimmigkeitsregulation nach Theodor D. Petzold. Das Wahrnehmen der erste Schritt: Wir nehmen wahr was da ist und priorisieren was bedeutsam ist. Im zweiten Schritt tun wir etwas um mehr Stimmigkeit zu erreichen und im dritten ziehen wir über den Erfolg der Handlung Bilanz.
In der Achtsamkeitsmeditation üben wir das Wahrnehmen: Wir betrachten was gerade da ist und machen uns unsere emotionalen und gedanklichen Reaktionen bewusst. Wir betrachten unsere Reaktionsmuster und tun nichts. So entwöhnen wir unseren Geist vom automatischen Reagieren und bekommen die Chance, bewusst zu entscheiden, welche Handlung (oder nicht-Handlung) uns zu mehr Stimmigkeit führt. Achtsamkeitsmeditation und Stimmigkeitsregulation zusammen zu führen heißt, das achtsame Wahrnehmen mit der Frage zu ergänzen, was denn mehr Stimmigkeit bringen könnte, bzw. wie es wäre wenn es stimmiger wäre. Dabei können sich recht spontan emotionale und mentale Muster lösen, in denen wir in der Meditation oftmals wie in einem Loop gefangen sind.

Markus Übelhör

Yoga nach Katchie Ananda

Seminare – Coaching – Organisationsentwicklung nach salutogener Kommunikation SalKom®

www.übelhör.live

Salutogene Interventionen, (selbst-)hypnotische Verfahren, um Heilungsprozesse zu fördern

(Handout hier!)  Innere oder äußere Konflikte, Ängste und massiver Dauerstress, Bewegungsmangel und ungünstige Ernährung – das sind einige der Faktoren, die Krankheiten fördern und Heilungsprozesse behindern.

Will man günstige Randbedingungen für Heilungsprozesse schaffen, so ist der erste Schritt, solche Behinderungen durch positive Elemente zu ersetzen. Im zweiten Schritt geht es dann darum, mit Vorsicht und Respekt Reaktionen des Körpers und auch des Immunsystems zu beeinflussen, etwa um medizinische Behandlungen zu unterstützen und Heilungschancen zu erhöhen.

Ich möchte in diesem Workshop eine kurze Einführung in Sprachmuster der Hypnose geben und an Beispielen zeigen, wie man mit hypnotischen Verfahren (etwa mit Übungen in einer leichten Trance, Fantasiereisen, Metaphern) Emotionen, Verhaltensweisen und Körperreaktionen verändern kann.

Mein Angebot:

Einige einführende Übungen zur Hypnose

Hypnotische Sprachmuster

Übungen: Die Vorbereitung auf eine (jetzt noch) schwierige Arbeitsgruppe

Ein mentales Medikament

Diskussion

Infos:

hildesheimer-gesundheitstraining.de

psychoallergologie.de

innere-staerke-erleben.de

selbstwirksamwerden.de (Der Shop des IT für „Gesundheitswerkzeuge“)

Vita:

Gerhart Unterberger, Prof. Dr., Jahrgang 1942, studierte in Innsbruck Psychologie und Physik, lehrte Psychologie und Verhaltenstherapie an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, leitet das Institut für Therapie und Beratung (IT), entwickelt und evaluiert seit über 25 Jahren Gruppentherapien auf der Basis von NLP, Verhaltenstherapie und Hypnose für lang andauernde somatische Erkrankungen und bildet HGT-Trainer/innen aus.

Prof. Dr. Gerhart Unterberger

Dr. Thomas Zängler

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Barbara Hülmeyer

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Michael Röslen

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Dr. Ottomar Bahrs

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Workshop

Reculer pour mieux sauter“ – Das Beispiel der „Konferenz der DachSe“

Dachverband Salutogenese

Über viele Jahre waren die jährlich alternierend vom Dachverband Salutogenese und vom Zentrum Salutogenese ausgerichteten Symposien der zentrale Ort von Austausch und Begegnung, bei dem die in salutogenetischer Orientierung in unterschiedlichsten Berufen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich Tätigen sich verständigen konnten. Die meisten Teilnehmenden waren es gewohnt, in ihrem Alltag gegen den Strom schwimmen zu müssen, und so boten die Symposien zugleich Rückhalt und Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Oft wurden gemeinsame Projekte und Kooperationen angedacht – und doch nur selten umgesetzt, auch weil sich im Alltag die großen Entfernungen als schwer zu überwindende Hürden erwiesen.

Dann kam Corona, und die Symposien konnten lange nicht durchgeführt werden. Angesichts der lock-down-bedingten relativen Isolation wog die fehlende Möglichkeit, Verbundenheit zu erfahren, umso schwerer. In dieser Situation haben wir beim Dachverband Salutogenese mit der Konferenz der DachSe ein kontinuierliches Online-Meeting-Angebot geschaffen, das nunmehr seit 3 Jahren etwa monatlich mit einem Teilnehmerkreis von etwa 15 Personen stattfindet und zum Kern einer Organisationsentwicklung werden könnte. Die Konferenz der DachSe orientiert sich mit Fallvorstellungen und thematischen Diskussionen am Qualitätszirkelprinzip und hat die folgenden Ziele:

  • Mitglieder des Dachverbands Salutogenese miteinander ins Gespräch bringen

  • Forum des Erfahrungsaustauschs und der Kompetenzentwicklung schaffen

  • gemeinsames Selbstverständnis als DachS entwickeln

  • Möglichkeiten der Partizipation an der Vorstandsarbeit stärken

  • Außenwirkung des Dachverbands verbessern.

In dem Workshop wollen wir das Konzept vorstellen, über Schwerpunkte und Erfahrungen berichten, die Arbeitsweise vorstellen und exemplarisch erlebbar machen am Beispiel der Vorstellung eines Projekts von einem/einer der DachSe. Barbara Hülmeyer und Thomas Zängler stellen im Rahmen des Workshops die Zusatzausbildung zur „Fachkraft für Salutogenese und Resilienz in pädagogischen Kontext“ am Institut für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings in Gauting bei München vor.

Das Symposium Salutogenese wird vom 30. Mai bis 01. Juni 2025 ebenfalls in Gauting stattfinden, erste Informationen dazu sind verfügbar.

Mitmachen erwünscht!

Moderation: Michael Röslen, Barbara Hülmeyer, Thomas Zängler und Ottomar Bahrs

Ansprechpartner: Ottomar Bahrs; obahrs@gwdg.de

Angaben zu den Personen: 

Dr. Thomas Zängler

ist Dozent am Institut für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings in Gauting bei München. Er hat an der TU München-Weihenstephan Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ernährungs-/Konsumverhalten sowie Erwachsenenpädagogik an der Münchener Hochschule für Philosophie studiert. Seit 25 Jahren beschäftigt er sich unter anderem mit Themen rund um Gesundheit und Ernährung.

Barbara Hülmeyer

ist seit 35 Jahren Erwachsenenbildnerin und arbeitet seit 20 Jahren als Systemischer Coach. Sie hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jugendarbeit die Zusatzausbildung „Fachkraft für Salutogenese und Resilienz für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt, welche sie seit 2016 leitet. Zudem in Körpertherapie, Achtsamkeitspraxis und Entspannungstechniken ausgebildet, focusiert sie sich auf das Thema ganzheitliche Gesundheit / Salutogenese für Teams und Fachkräfte in der sozialen Arbeit.

Michael Röslen

ist Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt ´Humanisierung der Arbeitswelt`. Vieljährige Lehre in Med. Psychologie & Med. Soziologie. Yoga-Gesundheitstrainer BUGY®. Leiter der Göttinger Yoga Schule. Vorstandsmitglied beim Dachverband für Salutogenese und beim Berufsverband Unabhängiger Gesundheitswissenschaftlicher Yoga-Lehrender BUGY®(www.yoga-berufsverband.de). Kontakt: bugyoga@posteo.de

Dr. Ottomar Bahrs

ist Medizinsoziologe, langjährig wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an Universitätsinstituten in Göttingen und Hannover, jetzt freier Mitarbeiter am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Düsseldorf. Forschungsprojekte u.a. zur Arzt-Patienten-Kommunikation, zum Umgang mit chronischen Krankheiten, zur Selbsthilfeförderung und zur Qualitätsentwicklung durch Qualitätszirkel. Sprecher des Dachverbands Salutogenese, Herausgeber der Zeitschrift „Der Mensch – Zeitschrift für Salutogenese und anthropologische Medizin“. Kontakt: obahrs@gwdg.de

Gemeinsame Werte im interkulturellen Miteinander​

In der ÖGL – Österr. Ges. für Lebensberatung legen wir Wert auf den Aspekt der Salutogenese, daher sind uns Gesundheit und Prävention für die Bevölkerung ein großes Anliegen. Wertebewusstsein im Gemeinschaftsleben gehören für die Gesunderhaltung der Menschen und einer Gesellschaft ganz wesentlich dazu, deshalb wollen wir in unseren zunehmend interkulturellen und aktuell sehr herausfordernden Gegebenheiten zu einem gelingenden Miteinander anregen.

Den Auftakt bildete Okt. 2020 das Podiumsgespräch von namhaften Wissenschaftler*innen und Werte-Repräsentanten (Auflistung in alph. Reihe), das aufgezeichnet wurde:
• Dr.med. Michael Deppeler
Leiter der Gemeinschaftspraxis Salutomed, Initiator „dialog-gesundheit“, Präsident „xunds grauholz“ –Neue Wege in der Gesundheitsförderung und Prävention, Bern/Zollikofen
• Dr.in Christine Haiden
Chefredakteurin „Welt der Frau“ und Präsidentin des OÖ Presseclubs, Autorin
• Prof. Dr. Maik Hosang
Professor für Kulturphilosophie u. Transformationsforschung, Hochschule Zittau/Görlitz und Leiter des Instituts für Kultur- und Sozialökologie im Reallabor Gut Pommritz, D
• Prof. Dr. Mouhanad Khorchide Österr. Soziologe und Islamwissenschaftler, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, D
• Inge Patsch Logotherapeutin nach der Sinnlehre v. Viktor E. Frankl, Autorin, Axams/Tirol
• Univ.-Prof. Dr. Andreas Schnider
Theologe, Diplom-Lebensberater, Bildungsberater der Ministerien für Wissenschaft und Forschung und des Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, Graz/Wien
• Univ.-Prof. Mag. Dr. Zekirija Sejdini Universitätsprofessor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Innsbruck, Leiter des ersten Instituts für Islamische Theologie und Religionspädagogik in Österreich
• Dr. Maximilian Strasser
Theologe und Pädagoge, Dompfarrer Mariendom Linz, der größten Kirche Österreichs
• Sowie Beiträge v. Dr.in Rotraud A. Perner, MTh (evang.) u. Oberrabbiner Jaron Engelmaye
In der Folge ist beabsichtigt basierend auf dieses Podiumsgespräch Kleingruppen aus kommunalen Gemeinschaften, Vereinen, Unternehmen, Interessensvertretungen, Schulen und anderen Bildungsinstitutionen einzuladen, sich unter Anleitung mit dem Thema an Arbeitstischen im Sinne eines World-Cafés zu befassen. Die Ergebnisse dieser Kleingruppen werden gesammelt und veröffentlicht. Durch die Pandemie haben sich diese Aktivitäten verzögert; so möchten wir nun einen neuen Start versuchen und auch in den DACH-Ländern das Interesse und den Austausch darüber anregen.

Gerade die letzten 3 Jahre zeigen uns in den Beratungsanfragen, dass sich die Menschen in vielen Bereichen stark verunsichert fühlen und dies vermehrt zu Erschöpfungszuständen führt. Deshalb erscheint es uns besonders wichtig, das Urvertrauen zu stärken, den Zusammenhalt in der Gemeinschaft zu unterstützen und miteinander – neben all den kulturellen und individuellen Unterschieden – die verbindenden Werte bewusst zu machen. Denn jeder Mensch ist Teil der Gemeinschaft und hat darin seinen Platz und seine Aufgabe für die Gesellschaft.

Elfriede Zörner

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